Gisela Hagemann Stiftung verleiht Forschungspreise

Die Gisela Hagemann Stiftung (GHS) hat erneut ihren Forschungspreis im Bereich der Querschnittslähmungen ausgeschrieben, diesmal über das Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), und es gingen 4 Bewerbungen um Unterstützung qualitativ hochwertiger Forschungsanträge ein. 

Ein hochrangig besetztes Gutachtergremium wählte 2 Preisträgerinnen aus, deren sehr unterschiedliche Forschungsanträge als zukunftsorientiert und so preiswürdig eingeschätzt wurden, dass der Vorstand der GHS beiden Damen einen substantiellen Forschungspreis in Höhe von je € 20.000 zuerkannte.

Der Vorsitzende der GHS, Prof. Dr. Mehdorn Kiel, hatte die große Freude, im Rahmen der sehr gut besuchten Eröffnungsveranstaltung der DGNC-Jahrestagung in Aachen  – Joint Meeting mit den Neurochirurgischen Gesellschaften aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg – am 7.6.2026 die beiden Preisträgerinnen auszuzeichnen: Frau Ass. Prof. DDr. Anna-Sophie Hofer aus dem Paraplegiker Zentrum in Nottwil/Luzern/Schweiz für ihr Projekt „Die Tiefe Hirnstimulation im Hirnstamm zur Verbesserung der Gehfähigkeit nach Rückenmarksschädigung“ und Frau Dr. med. Vanessa Hubertus aus der Neurochirurgischen Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin für ihr Projekt „Charakterisierung von Mikroglia und Makrophagen nach traumatischer Rückenmarksverletzung mittels intravitaler Zwei-Photonen-Mikroskopie und Single-Nucleus-Sequenzierung“.

Während die Studie von Frau Dr. Favre-Hofer eine klinisch orientierte Studie mit Operationen von querschnittsgelähmten PatientInnen in der Neurochirurgischen Universitätsklinik Zürich ist, wird Frau Dr. Hubertus mit ihrer Arbeitsgruppe tierexperimentelle Untersuchungen vornehmen, um die Kenntnis der Schädigungsmechanismen nach Rückenmarksschädigung zu erweitern in der Absicht, neue medikamentöse  Behandlungsansätze erarbeiten zu können.

Wir wünschen beiden Antragstellerinnen viel Erfolg bei ihren Projekten und freuen uns auf Ergebnisse, die hoffentlich langfristig das Schicksal der von einer Querschnittslähmung betroffenen PatientInnen verbessern helfen.